Einwohnermeldeamt Berlin - viele Anlaufstellen helfen weiter

Kaum etwas verbinden deutsche Verbraucher Umfragen zufolge mit einem so hohen Stressfaktor wie den Besuch einer Behörde, um Ummeldungen vorzunehmen. Wechselnde Öffnungszeiten, lange Warteschlagen auf den Fluren vor den Amtsstuben und eine für manchen (oft vor allem für ausländische Mitbürger) schier unüberwindbaren Papierwust sorgen nicht gerade dafür, dass sich die Bürger darauf freuen, wenn es mal wieder an der Zeit für einen Behördengang ist. Auch beim Einwohnermeldeamt Berlin ist dies sozusagen zwangsläufig der Fall. Denn mit einer Millionenmetropole verknüpft mancher automatisch noch stressigere Ummeldearbeit, als man dies vielleicht von einem Amt in einer Kleinstadt kennt.

Zutreffend ist dies nicht unbedingt, denn je größer die Stadt, desto größer ist die Zahl der Anlaufstellen, die Verbraucher zum Zwecke einer Ummeldung ansteuern können. Natürlich steht nicht jedes Einwohnermeldeamt in Berlin für jeden Einwohner der Stadt offen. Dadurch, dass in den verschiedenen Ortsteilen der Stadt entsprechende Meldebüros eingerichtet wurden über die Jahre, entzerrt die Stadt den Ummeldebetrieb aber doch deutlich.

Rechtzeitige Planung und Vorbereitung senken den Zeitaufwand

Einwohnermeldeamt ummeldenVerbraucher selbst können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass sich der Aufwand für sie selbst wie auch für die Behörde in einem möglichst geringen Maße hält. Das Zauberwort in diesem Zusammenhang heißt „Vorbereitung“. Denn: Lange Wartezeiten müssen vor allem diejenigen über sich ergehen lassen, die nicht schon vorab die nötigen Dokumente für die Anmeldung oder Ummeldung beim Einwohnermeldeamt in Berlin (und anderen Städten natürlich im gleichen Maße!) studiert und im idealen Fall bereits ausgefüllt haben. Wer sich Formulare erst in aller Ruhe von den Mitarbeitern des Meldeamtes erklären lassen muss, sollte deutlich mehr Zeit mitbringen als die Bürger, die entsprechende Vorkehrungen getroffen haben und entsprechend vorbereitet in den Behördenbesuch starten können.

Vorbereitet zu sein – das bedeutet auch, sich vorab klar zu werden, wann die Behörden geöffnet haben. Zu erwarten, kurz vor Ende der Sprechstunden zu erscheinen und binnen weniger Minuten mit der An-, Ab- oder Ummeldung fertig zu werden, erweist sich fast in 100 % aller Fälle als unerfüllbare Hoffnung. Denn gerade in diesen Fällen ist die Warteschlange wahrscheinlich besonders lang. Sinnvoll ist es grundsätzlich, möglichst früh vor Ort zu erscheinen. Dies ist vor allem dann ratsam, wenn Kunden der Behörden – denn als solche sollten sich die Verbraucher mittlerweile durchaus verstehen – keinen Urlaub für den Tag des „Behördenausflugs“ erhalten haben. Auch und gerade bei deutschen Behörden fängt der sprichwörtlich frühe Vogel den Wurm. Vielerorts wiehert der Amtsschimmel schon zu früher Stunde ab etwa 7h morgens. Die Mühen des Frühaufstehens lohnen sich fast immer, denn je später die Bürger erscheinen, desto länger fallen die Wartezeiten in der Regel aus.

Wann öffnet die Behörde und wer ist für mich zuständig?

Zur guten Vorbereitung auf den Besuch des Einwohnermeldeamtes in Berlin und anderswo gehört es auch, sich zeitig zu informieren, welche Anlaufstellen für den eigenen Wohnort überhaupt zuständig ist. Dies mag für manchen Leser merkwürdig klingen, tatsächlich ist die Zuordnung der Zuständigkeiten in Randgebieten mitunter nicht so einleuchtend für die Verbraucher selbst, wie man dies vielleicht erwarten mag. Die Behörden erläutern im Internet, wo man die richtige Adresse findet und wann dort üblicherweise Sprechstunden abgehalten werden. Das Internet ist wiederholt noch in anderer Hinsicht ein guter Hinweis. Fast alle Behörden bieten die Möglichkeit, die benötigten Formulare herunter zu laden, um diese ganz entspannt daheim auszufüllen. Worauf es zu achten gilt bei den Angaben, darüber erteilen die Behörden wahlweise per Mail oder Telefon bereitwillig Auskunft.

Einfach online ummelden

Berliner Einwohnermeldeamt stellt Informationen und Downloads online bereit

Auch das Einwohnermeldeamt Berlin (bzw. die Meldeämter, denn in Berlin gibt mehr als 40 verschiedene dieser Anlaufstellen) bietet einen solchen Service über ihre Internetpräsenz. Eines jedoch ist bis heute nicht via Internet möglich, die eigentliche Anmeldung. Nur in einigen wenigen Städten Deutschlands (zum Beispiel in München) ist eine Online-Ummeldung bzw. -anmeldung möglich. Allerdings auch nur unter der Bedingung, dass die Bürger binnen einer bestimmten Frist vor Ort erscheinen. Dies liegt daran, dass Adressänderungen grundsätzlich im Ausweis vermerkt werden müssen. Um einen „Vorstellungstermin“ beim Einwohnermeldeamt in Berlin kommt man entsprechend als Bürger der Stadt nicht umhin. Weder bei einer Erstanmeldung noch bei einer Ummeldung, weil ein Umzug in einen anderen Teil der Bundeshauptstadt bevorsteht. Die neue Adresse MUSS in jedem Fall im Ausweis eingetragen werden.

Einen Trost gibt es für vielbeschäftige Bürger aber sowohl beim Einwohnermeldeamt wie auch bei allen Behörden in ganz Deutschland. Eine Anmeldung kann auch im Auftrag bei Vorlage einer entsprechenden Vollmacht erledigt werden. Tatsächlich gibt es mittlerweile sogar Dienstleister, die Verbrauchern im Zusammenhang mit Umzugs-Durchführungen auch diesen zeitaufwendigen Teil gegen entsprechende Gebühr abnehmen.

Zu wissen gilt es bei der Planung eines Behördengang zum Einwohnermeldeamt in Berlin auch, dass der zeitliche Rahmen nicht unbegrenzt ist. Der Gesetzgeber sieht klare Fristen für die Anmeldung und Ummeldung infolge eines Umzugs vor. Hier kann es zwar regionale Unterschiede geben, um einem drohenden Bußgeld für verspätete Anmeldungen und Ummeldungen zu entgehen, sollte die Zeitspanne zwischen Einzug und Behördenbesuch aber möglichst nicht mehr als eine Woche betragen. Je früher dieser Termin abgearbeitet ist, desto früher kann man sich endlich richtig einleben. Zumal: Die Anmeldung ist für viele andere Aspekte wie die Zustellung der Lohnsteuerkarte von großer Bedeutung oder wie im Falle der Kfz-Anmeldung sogar Grundvoraussetzung. Bringen Sie es hinter sich!